Unsere Methodik

Richtig Rechnen in der Landwirtschaft

Jahrelang wurden an die Landwirtschaft zusätzliche Anforderungen bei stagnierenden oder gar fallenden Erzeugerpreisen gestellt und ihr gleichzeitig die Verantwortung für die Entstehung von Schäden und Verlusten an der natürlichen Grundlage zugewiesen.

Die damalige Motivation des Regionalwert AG Gründers Christian Hiß war, die Leistungsrechnung grundlegend zu überdenken. Ihm war schon immer bewusst, dass die Veränderung der Unternehmens-DNA die Lösung ist. Dieser Herausforderung stellten er und sein Team sich in dem Forschungsprojekt Richtig Rechnen in der Landwirtschaft. Mehr dazu im Abschlussbericht oder auf unserer aufgezeichneten Abschlusskonferenz.

Wir von der Regionalwert AG Freiburg entwickeln und forschen seit 2010 bis heute an Methoden und Instrumenten zur Implementierung von sozialen, ökologischen und regionalökonomischen Nachhaltigkeitsfaktoren, integrierend in die betriebliche Erfolgsrechnung.

Das methodische Vorgehen lässt sich dabei in vier Stufen darstellen:  die Erfassung von Nachhaltigkeitsleistungen, deren Interpretation und eine anschließende Monetarisierung der interpretierten Leistungskennzahlen, welche zukünftig in die Bilanz der Zukunft übertragen werden können.

1. Stufe: Erfassung von sozialen, ökologischen und regionalwirtschaftlichen Leistungen

2. Stufe: Interpretation der gewonnen Daten durch Grenzwertsetzung

3. Stufe: Monetarisierung der interpretierten Leistungskennzahlen

4. Stufe: Erstellung der Bilanz inklusive sozial-ökologischer Mehrwerte

 

 

In Richtig Rechnen in der Landwirtschaft wurden über 140 Leistungsfaktoren für die Landwirtschaft ausgearbeitet, anhand derer die Leistungen des landwirtschaftlichen Betriebs erfasst, interpretiert, monetarisiert und letztlich bilanziert werden können (https://www.regionalwert-ag.de/aktuelles/2018/richtig-rechnen-in-der-landwirtschaft/)

Ergebnisse aus Richtig Rechnen sind sensationell:

Es zeigt sich, dass 325€/ha (also ca. 14% des durchschnittlichen Umsatzes der deutschen Landwirtschaft) ausreichen würden, um in der deutschen Landwirtschaft sozial-ökologische Leistungen zu erbringen.

Im Vergleich dazu: die EU-Subventionen belaufen sich im Durchschnitt auf 300€/ha. Das Geld ist also vorhanden, es muss nur anders verteilt werden.

Umgekehrt bedeutet das für die einzelnen Bundesbürger*in, dass schon 66€ Mehrkosten pro Person pro Jahr für seine Lebensmittelausgaben ausreichen würden, um für die wertvollen Leistungen der Landwirtschaft zu bezahlen und somit Folgeschäden und Risiken zu verringern. Von dreimal so teuren Lebensmittelpreisen sind wir also weit entfernt. Voraussetzung dafür ist, dass Leistungen genau erfasst und bewertet werden.

QuartaVista

Die bahnbrechenden Erkenntnisse aus Richtig Rechnen in der Landwirtschaft forderten ein Weiterdenken. So entwickelte sich Quarta Vista – ein Navigationssystem für werteorientierte Unternehmen. Das ist ein vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördertes Projekt, das im November 2018 im Rahmen von INQA (Initiative Neue Qualität der Arbeit) startete. Die Entwicklung eines digitalen Navigationssystems erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Expertisepartnern SAP SE, Parmenides Stiftung und Cognostics AG. Mehr über QuartaVista können Sie auf der Homepage des Projekts erfahren.

Visionäre, Innovatoren, Investoren

"Die auf Nachhaltigkeitswerte erweiterte unternehmerische Erfolgsrechnung wird viele Geschäftsmodelle grundlegend anders ausrichten."

Christian Hiß

Stillstand bedeutet Rückschritt – davon sind wir überzeugt!

Sie sind überzeugt, dass unser Ansatz einen vielversprechenden Wandel erzeugt? Dann unterstützen Sie uns in unserer Pilotphase!

Landwirte

Erfassen und bilanzieren Sie mit uns ihre sozial-ökologischen Leistungen. Sie werden einen neuen Blick auf Ihre Wirtschaftsweise und Ihre geschaffenen Werte erhalten und können als Pioniere bei der Gestaltung der Methode mitwirken!

Projektförderer

Ein Ausgleichsfonds, den es zu füllen gilt, ein großes Netzwerk, dass Sie gerne einbringen wollen oder Ihre Expertise – eine Unterstützung bei der Durchführung der Pilotphase kann so vielfältig sein, wie unsere Arbeit selbst. Kontaktieren Sie uns, wir freuen uns mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!

Kontakt

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