Wir kämpfen für Bauern, Bienen und Boden

Wir sehen uns als Vermittler*innen zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft und engagieren uns unvoreingenommen für alle Landwirt*innen, die sich für mehr Nachhaltigkeit einsetzen.

Wofür wir stehen

Wir haben unsere Wurzeln in der Landwirtschaft. Wir wissen, dass viele Kolleg*innen gerne mehr für Nachhaltigkeit tun möchten, sich Insektenschutz und Umweltmaßnahmen aber nicht leisten können.

Deshalb sind wir überzeugt: Die Leistungen von Landwirt*innen für Gesellschaft, Ökologie und ihre Region müssen endlich finanziell beziffert und honoriert werden – und zwar unabhängig vom Preis für die erzeugten Lebensmittel. Unsere Instrumente machen das möglich.

Unser Erfolgsrezept ist die starke Kombination aus 20 Jahren Erfahrung in der Landwirtschaft und dem theoretischen Wissen eines interdisziplinären Teams.

Wie unsere Geschichte begann

Der Visionär Christian Hiss

Christian Hiß wächst auf einem der ersten Bio-Betriebe Deutschlands auf. Mit 20 Jahren macht er sich selbstständig. Er gründet seine eigene Bio-Gärtnerei und merkt schnell: nachhaltiges Wirtschaften in kleinen, regionalen Kreisläufen lohnt sich finanziell nicht. Doch selbst auf Massenproduktion zu setzen und die Vielfalt seines Hofes aufzugeben, kommt für ihn nicht in Frage. Stattdessen beginnt er, die betriebliche Leistungs­rechnung grund­legend zu überdenken.


Gründung der Regionalwert AG Freiburg

Mit der Idee der Regionalwert AG schafft Christian Hiß ein Angebot für Bürger*innen, in Form eines Aktienkaufs aktiv Verantwortung für ihre Region und die Lebens­mittel­versorgung vor Ort zu übernehmen.

Der sozial-ökologische Bericht

Alle der Regionalwert AG angeschlossenen Betriebe berichten seit 2009 nicht nur ihre finanziellen Gewinne, sondern auch den sozialökologischen Nutzen der Landwirtschaft. Im ersten Bericht wird auf Basis von 63 Indikatoren unter anderem erfasst, wie sauber das Grund­wasser ist und ob regional angepasstes Saatgut verwendet wird.

Deutscher Nachhaltigkeits­preis


Christian Hiß wird als „Social Entrepreneur der Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet.

Praxis trifft auf Theorie

Christian Hiß vertieft sein Wissen durch einen Master of Social Banking und Social Finance und veröffentlicht seine Thesis „Nachhaltigkeitswerte in der Finanzbuchhaltung land­wirt­schaft­licher Betriebe“.

Richtig Rechnen in der Landwirtschaft

Daraus entsteht das Werk „Richtig Rechnen – Durch die Reform der Finanzbuchhaltung zur ökologisch-ökonomischen Wende“. Das Buch unternimmt den Versuch, sozial-ökologische Nachhaltigkeitsleistungen in der Bilanz zu berücksichtigen.

Forschungsprojekt Richtig Rechnen I

Die theoretische Grundlage ist geschaffen. Nun werden im Projekt „Richtig Rechnen in der Landwirtschaft I“ konkrete erste Kennzahlen und Indikatoren zur Erfassung von landwirtschaftlichen Nachhaltigkeitsleistungen ausgearbeitet.

Forschungsprojekt Richtig Rechnen II

In Zusammenarbeit mit den Agronauten e.V. führt die Regionalwert AG Freiburg die zweite Runde des Projekts „Richtig Rechnen in der Landwirtschaft“ durch. Im Rahmen des Projekts wird die Erfassung und Monetarisierung von sozial-ökologischen und regional­öko­no­mischen Leistungen auf vier landwirtschaftlichen Betrieben untersucht. Mehr zum Projekt finden Sie hier.


Forschungsprojekt Quarta Vista

Im Innovationsprojekt Quarta Vista – ein Navigationssystem für werteorientierte Unternehmen werden die Methoden aus „Richtig Rechnen“ losgelöst von der Landwirtschaft für andere Branchen betrachtet und verwendet. Ziel ist die exemplarische Erstellung von nachhaltigen Bilanzen. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit SAP statt. Mehr unter www.quartavista.de.

ZEIT WISSEN-Preis Mut zur Nachhaltigkeit

Die Regionalwert AG gewinnt den ZEIT WISSEN-Preis in der Kategorie Handeln. Das Konzept der Förderung regionaler Strukturen und der Unterstützung bei Betriebs­gründungen in der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft durch Eigenkapitalfinanzierung überzeugt. Weitere Preisträger*innen sind: Maja Göpel (Transformationsforscherin) und Peer Sachteleben (Jungbauer).

Die Regionalwert-Instrumente

Die jahrelange Forschung resultiert in der Entwicklung der Regionalwert-Instrumente „Regionalwert-­Leistungs­rechnung“, „Regionalwert-­Nachhaltigkeitsanalyse“ und „Regionalwert-Leistungsplanung“.

Gründung der Regionalwert Leistungen GmbH

Die Regionalwert Leistungen GmbH wird gegründet, um die Nachhaltigkeitsinstrumente zukünftig zu vertreiben und auf der Basis der jahrelangen Forschungsarbeit weiter­zu­entwickeln. Die Regionalwert Leistungen GmbH und die Regionalwert AG Freiburg arbeiten eng zusammen.

Forschungsprojekt regiosöl

Eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Instrumente ist uns wichtig. Seit Juni 2021 überprüfen wir die Praxistauglichkeit der Regionalwert-­Nachhaltigkeits­analyse und der Regionalwert-Leistungsrechnung auf Basis von ca. 100 Öko-Betrieben in den Pilotregionen Rheinland und Nordhessen.
Vor 2000
2006
2009
2010
2011
2015
2016 – 2017
2018 – 2019
2019 – 2021
2020
2020
2021
2021

Worin wir die Zukunft sehen

Wir wollen richtig rechnen! Oder anders ausgedrückt: Arbeitet ein Betrieb nachhaltig, zum Beispiel in dem er auf chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenmittel verzichtet, tut er viel fürs Gemeinwohl, aber wenig für den eigenen Geldbeutel.  

Mit unseren Projekten Richtig Rechnen 1 und 2 haben wir gezeigt, dass das auch anders geht. Nachhaltigkeitsleistungen können als Betriebsvermögen in der Bilanz berücksichtigt werden. Bisher werden die Kosten für Nachhaltigkeit zwar als Kosten in der Bilanz verbucht, jedoch nicht als Leistungen in der betrieblichen Erfolgsrechnung abgebildet. Doch genau dort gehört sie hin – Nachhaltigkeit ist kein Add-On, sondern Grundlage guten Wirtschaftens! 

Einblicke in unsere Forschung mit SAP zum Thema nachhaltige Bilanzen finden Sie unter www.quartavista.de.

Wie wir arbeiten

Wir denken nicht in schwarz und weiß. Für uns ist konventionelle Landwirtschaft nicht zwingend böse und Bio-Landwirtschaft nicht zwingend gut. Wir erarbeiten praktikable Lösungen, die für alle Landwirt*innen schnell und effizient einsetzbar sind. Basis unserer Arbeit ist die Regionalwert-Bewertungsmethode.

Mit Hilfe dieser Bewertungsmethode erarbeiten wir Grenzwerte und Kennzahlen, die wiederum das Herzstück unserer Regionalwert-Instrumente darstellen. Etwa 300 Kennzahlen haben wir in den letzten Jahren intensiver Forschung so erarbeitet.

Wer mit uns arbeitet

Wer wir sind

Wen wir suchen

Wir wachsen stetig und sind immer auf der Suche nach Kolleg*innen mit Interesse für Nachhaltigkeit, Trekker und Stallgeruch. Wir freuen uns über Initiativbewerbungen oder Bewerbungen auf die hier ausgeschriebenen Stellen.

Aktuell keine ausgeschriebenen Stellen.

Initiativbewerbungen:

Was es außerdem zu erzählen gibt

Sie wollen mehr über uns erfahren? Lesen Sie unsere Pressemitteilungen und interessante Hintergrundgeschichten oder laden Sie Fotos und Publikationen im Bereich Presse und Mediathek herunter.

Nach einer Winzerausbildung und dem Studium der Agrarwissenschaften ist Claudia in der Software-Branche gelandet. Ein Bezug zur Landwirtschaft bestand aber viele Jahre aus Ackern bei der Solawi, dem Erhalt alter Tomatensorten im Schrebergarten, der Pflege der eigenen Streuobstwiese, sowie der Hobby-Imkerei. Nachdem Claudia die Regionalwert AG kennengelernt hatte, wuchs der Wunsch, einen beruflichen Neuanfang im Umfeld Landwirtschaft & Nachhaltigkeit zu wagen. Nach 2 ½ Jahren Erfahrung sammeln in verschiedenen Nachhaltigkeits-Projekten landete sie endlich und zu unserem Glück bei der Regionalwert Leistungen in der Forschung & Entwicklung.

Gerlinde ist auf einem Bauernhof zwischen Kühen und Hühnern aufgewachsen. Es hat sie dann aber nach Berlin verschlagen, von wo sie uns heute im Bereich Forschung & Entwicklung unterstützt. Als Agrarökonomin bringt sie genau die passenden Fähigkeiten und Erfahrungen mit die wir hier brauchen.

 

Manuel ist unser bekennender IT-Nerd. Er liebt tatsächlich alles was mit Mathe, Physik oder Technik zu tun hat. Schon als Kind hat er von nachhaltigen Geräten wie „Blitze einfangen zur Energiegewinnung oder einer eigenen Biogasanlage für den Garten“ geträumt. Bei uns darf er sich jetzt austoben. Wenn Manuel mal nicht gerade an irgendwas tüftelt, meditiert er gerne oder macht Sport.

Johanna ist in Schottland aufgewachsen und hat am Kaiserstuhl Wurzeln geschlagen. Und das gleich zweifach, denn ins Regionalwert-Netzwerk kam sie über ihre Arbeit als Saisonarbeiterin bei der Gärtnerei Querbeet. Bei uns tüftelt sie an der Optimierung unserer Leistungsrechnung und liebt es, ihren Forschungsdrang mit der Realität der Landwirt*innen vor Ort zu verbinden. Samstags trifft man Johanna manchmal auf dem Freiburger Münstermarkt, wo sie gut gelaunt Gemüse verkauft, oder beim Wandern im Schwarzwald.

Wer schafft es, die Themen Verkehrswende und Buchhaltung unter einen Hut zu bringen? Nele! Bei uns sorgt sie sich im Hintergrund um unsere Rechnungen und den Datenschutz, in ihrer Freizeit engagiert sie sich leidenschaftlich beim Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club. Mit ihrer überlegten und ruhigen Art ist sie eine große Bereicherung für unser Team und schafft es nebenbei auch noch, zu Hause ihre drei Töchter im Zaum zu halten.

Michel übernimmt bei uns diese Sache mit der Datenanalyse. Wenn er von Post-hoc-Tests und P-value-plots spricht, verstehen die meisten von uns nur Bahnhof. Deshalb sind wir umso dankbarer, dass sich Michel gerne tagelang in seinen R-Skripten und unseren unendlich erscheinenden Excel-Tabellen vergräbt. Als Ausgleich zur kopflastigen Arbeit begibt sich Michel gerne auf die Suche nach uralten Baumriesen im Schwarzwald – sein außergewöhnliches Hobby machte ihn bereits zum Fernsehstar.

Elena schnupperte schon früh Landluft – ihre Sommerferien verbrachte sie stets auf dem kleinen landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Großeltern in Andalusien. Was sie als Kind lieben lernte, ist heute mehr und mehr in Gefahr. Aufgrund der zunehmenden Trockenheit gibt es immer weniger Landwirt*innen in ihrer Heimat. Um das zu stoppen, möchte Elena die Regionalwert-Idee in Spanien voranbringen.

Manchmal kommt Johanna morgens etwas später ins Büro. Jedoch nicht etwa, weil sie verschlafen hätte, sondern weil sie dann bereits ab 6 Uhr morgens auf dem Breitenwegerhof die Kühe gemolken hat. Wer Johanna dabei schon einmal beobachten durfte, weiß: Sie hat die 20 Ladies gut im Griff. Die Arbeit auf dem Hof macht ihr nicht nur sehr viel Spaß, sondern schärft auch ihren Blick für die Realität auf landwirtschaftlichen Betrieben. Und wenn sie nicht im Büro oder im Stall anzutreffen ist? Dann sitzt Johanna vermutlich gerade auf dem Rad.

Eric schwingt lieber den Kochlöffel als die Mistgabel. Seine liebste Regionalwert-Anekdote: In den ersten Wochen bei uns half er, circa drei Tonnen Tomaten zu Tomatensauce zu verarbeiten. Überhaupt: Eric ist gefühlt schon immer dabei. Und genau deshalb der absolute Fachmann für alle Fragen rund um unsere Nachhaltigkeitskennzahlen.

Jonas ist bekennender Norddeutscher. Und dennoch: Nach einem Umweg über Stuttgart ist er jetzt bei uns angekommen. Wir freuen uns darüber, denn er ist nicht nur wind- und wetterbeständiger „Regionalwert-Radler“ (ob das wohl an seiner Herkunft liegt?), sondern verpasst mit seinen IT-Kenntnissen unserem Tool immer wieder den nötigen Feinschliff.

Tom ist gänzlich unmusikalisch, kann jedoch mit einer Käseharfe umgehen. In seiner Freizeit trifft man ihn bisweilen hoch oben auf einer Alm in den Schweizer Bergen an. Wenn Tom bei uns im Büro ist, hört man ihn, bevor man ihn sieht. Seine offene Art ist für uns ein Geschenk – er schafft es immer wieder, unsere Kund*innen mit einem kessen Spruch und großzügig dosierter Selbstironie zu überzeugen.

Chrisabella, oder am liebsten kurz Bella, ist unser Multitalent. Immer überall dabei und alle ToDos im Blick. Sie sprüht vor guter Laune und Tatkraft. Wenn Sie uns nicht gerade im Büro auf Trab hält, hilft sie auch gerne mal ihren Vermietern bei der Kartoffelernte.

Unser Geschäftsführer Christian stand sein Leben lang mit beiden Beinen fest im Gemüsebeet. Doch mit dem Kopf war er schon immer weit voraus – und gründete 2006 das Pionierprojekt „Regionalwert AG Freiburg“. Mit Leib und Seele widmet er sich seither verschiedenen Lösungsätzen für das Fortbestehen und die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft und entwickelt schließlich mit seinem Team eine Methode, Nachhaltigkeitsleistungen in der Landwirtschaft sichtbar zu machen: die Regionalwert-Leistungsrechnung.